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Galerie Artemons Contemporary Wien 

Standort Wien: Opernring 21, 1010 Wien

 

 

Irene Andessner, Franziska Maderthaner und Bernhard Tragut

12. Jänner - 23. Februar

 

Irene Andessner

Videoinstallation und C-Prints Cyberface REN

Irene Andessner, „Cyberface REN“,  – Nexus 7/copy , Nexus 8/copy, Nexus 9/copy, jew. C-Print, 80 x 100 cm, 1998

 

Although ‘Cyberface Ren’ was originally created almost twenty years ago, it already anticipates a future, which is echoed by the present fourth Industrial Revolution ‘Industry 4.0’.

Chip-fed, software-guided hardware. An engineering achievement through which the management term “human engineering” acquires an organic design dimension. Previous humanoid life takes place on the monitor drawing board – in the form of 3D animated vector graphics with which the evolutionary process of trial and error is anticipated.

Irene Andessner portrays herself as a guinea pig for the work of manipulation, but also for the unpredictability of real humans. She keeps hold of the command over the self-creative successes or un-successes: proposals for a likeness suitable for mass-production come into being, fail and disappear with “COPY”, “IGNORE!”, “ERROR”, “RESET”. The “Cyberface” video can be regarded as the manipulation, replication and elimination of the self-portrait. Or as the statement of a replicant who specialises in self-portraits.

 

Franziska Maderthaner

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In Franziska Maderthaners „Fensterbildern“ arbeitet die Künstlerin einmal mehr mit „abandoned places“ (Vergleich dazu die Serie – Was bleibt?), diesmal mit Fenstern von verlassenen oder zerstörten Häusern. Sie kombiniert die abstrakten Farbströme, Schüttungen und Malgesten mit Teilen verfallenener Fensterelemente und ihren einsamen Aussichten, einem öden „draußen“. Ein zerrissener Vorhang entwickelt sich zu einem gestischen Pinselstrich, eine rinnende Farbspur zu einer Fensterstrebe, ein Sonnenfleck auf dem Fussboden zu einer Farbfontäne. Das dahinter und das davor wird eins und stellt die Frage nach der „Fenstermetapher“ neu. Man sieht zwar aus dem Fenster, aber man sieht auch in einen abstrakten Farbraum, der zu Assoziationen einlädt -  und letztendlich ist alles ja nur Illusion und Farbe auf Leinwand.

Das exemplarisches Abarbeiten an den Grundthemen, Stilen und Theorien der Malerei sind für Maderthaners Kunst symptomatisch: Kunstzitate alter Meister, Trompe l’oeil Effekte (wie bei „Boot“) oder die „Fenstermetapher“. Dabei verwebt die Künstlerin gekonnt abstrakt-gestische Malerei und altmeisterliche, fotorealistische Malweise. Das Ergebnis ist das Bild als ein Hybrid, alles fließt und alles ist streng fixiert gleichzeitig. So wird die Fenstermetapher zu einer Metapher unserer Gegenwart, in der die Strukturen und Formen zunehmend verfließen, und in der das Herausarbeiten von Konkretem aus dieser „fließenden Epoche“ Aufgabe wird.

 

 Bernhard Tragut

Aus dem Schatten Nicht ganz sicher300 KopieBernhard Tragut Sog 300 Kopie

 

Tragut hält uns den Spiegel hin auf recht unverblümte Weise, in dem ein jeder sich seine Verrenkungen verzeihen kann oder ihnen weiterhin blindlings nachjagt, in der Hoffnung auf vergeblichen Erfolg. Denn gerade das Bewußtsein um letzteres ist des Menschen Antrieb für immer neue Träumereien ohne so recht von der Stelle zu kommen. Darin liegt die Provokation Tragutscher Kunst, es den Betrachter am eigenen Leibe spüren zu lassen, daß er sich beides verbietet, das Träumen wie auch die jeweilige Wirklichkeit. Tut er das eine, will er das andere und umgekehrt, hin- und hergerissen zwischen seinen Zweifeln, hält mancher davon teils entnervt Traguts Arbeiten einfach für Kitsch.

 


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Derzeit Winterpause in der Galerie Artemons Contemporary Oberösterreich

 


"Thomas Reinhold zur Geometrie des Amorphen Artemons Contemporary" artinwords.de
"Artemons Contemporary eröffnet mit Thomas Reinhold neue Galerie in Wien" artinwords.de
"Farbgewitter zwischen Freiheit und Strenge" - derStandard
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"Das Mühlviertler Artemons lädt neuerdings auch nach Wien" - OÖN
"Thomas Reinhold - Geometrie des Amorphen" - Parnass